Die Signaturenlehre

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Die Signaturenlehre    

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Die Signaturenlehre beruht auf dem Grundgedanken, dass die Welt einen Schöpfer hat, der bei der Erschaffung der Pflanzenwelt jeder Pflanze ein Zeichen in Form von Farbe, Geruch, Gestalt, Eigenschaft oder Vergiftungserscheinung mitgegeben hat, an dem sich erkennen lässt, gegen welche Krankheit sie wirksam ist oder vorbeugend eingesetzt werden kann. Noch lange, ehe es Laboratorien gab, bedienten sich nahezu alle Heiler der unterschiedlichen Kulturen (Indianer und andere Naturvölker, Mönche, Klosterfrauen u. a.) dieser Methode, mit der es in längst vergangenen Jahrhunderten bereits gelang, zu den Erkenntnissen zu gelangen, auf denen die heutige Pflanzenheilkunde nahezu ausschließlich beruht. 

Zu Unrecht geriet dieses System leider immer mehr in Vergessenheit. Als ich 1989 begann, mich der Erforschung dieses Phänomens zu widmen, wurde ich immer wieder überrascht von der verblüffend deutlichen Sprache des Schöpfers, die sich in der Pflanzenwelt offenbart. Schritt für Schritt entdeckte ich, dass in der Signaturenlehre ein ganzes lehrfähiges System verborgen liegt, mit dem es auch heute noch möglich ist, Heilpflanzen einer Indikation zuführen. 

Nach meiner Auffassung stellt das System der Signaturenlehre die einzig brauchbare Alternative zu der heutigen sehr analytisch orientierten Phytowissenschaft dar, die sich ausschließlich an den bekannten Inhaltsstoffen orientiert, ohne jedoch das Wesen und die besondere Eigenart der einzelnen Pflanzen zu berücksichtigen. Tatsache ist auch, dass es der modernen Phytowissenschaft bisher nicht gelungen ist, auch nur eine einzige Pflanze einer vollständig neuen Indikation zuzuführen. Sie hat dagegen bisher immer nur aus alten, volksmedizinischen Überlieferungen geschöpft, die sie versuchte zu beweisen oder viel eher eigentlich noch zu widerlegen. Ein weiterer großer Nutzen der systematisierten Signaturenlehre besteht in der heutigen Zeit auch darin, dass es mit ihrer Hilfe möglich ist, das Lehrprogramm der Phyto- wie auch der Bachblütentherapie hervorragend visuell zu vermitteln, was mir bisher an zwei Heilpraktikerschulen und auch in meiner eigenen Heilpflanzenschule mit sehr gutem Erfolg gelungen ist. Die Schüler lassen sich auf diese Weise wesentlich besser für die Phytotherapie begeistern, und das erlernte Wissen prägt sich – wie jeder weiß – durch anschauliches  Lernen dauerhafter ein.


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