Der Dezember

Walnuss

Botanische Bezeichnung: Juglans regia

NL: Walnoot

Die Walnuss hat die Form eines Gehirnes. Tatsächlich erweist sich die Walnuss durch den Gehalt an Phosphor mit 410mg und Magnesium von 135mg als Hirn- und Nervennahrung. Sie weist mit 570 mg auch einen besonders hohen Gehalt an Kalium  auf, was eine leichte harntreibende Wirkung vermuten lässt. Nierenkranke können außerdem die Walnuss aufgrund ihres sehr geringen Natriumgehaltes (Kochsalz) sehr gut verwenden. 

Besonders wichtig ist hier auch der hohe Gehalt an Lecithin, hier handelt es sich um die Vorstufe von Cholin und somit um die Vorstufe von Acetylcholin, dem wichtigsten Nervenüberträgerstoff, ohne den weder das Hirn- noch das Nervensystem funktionieren. 

Das Lezithin wirkt außerdem noch cholesterinsenkend. Hierfür sollte man jeden Abend 3 Walnüsse essen. 

Man kann nach niederländischen Angaben die Zwischenwand der beiden Nusshälften bei Schmerzen in der Herzgegend wie zum Beispiel Angina Pectoris anwenden. Ungefähr 5 Zwischenwände mit einer Tasse kaltem Wasser zum Sieden erhitzen, kurz aufkochen und anschließend 15 Minuten ziehen lassen. Dieser Tee hat eine gute schmerzlindernde Wirkung, was bereits nach einer Tasse spürbar ist. Man sollte den Tee wenn möglich auf nüchternen Magen trinken. 

Neueste Untersuchungen an der Loma Linda Universität in Kalifornien (Prof. G. Frazer) ergaben, dass, wer 5 x pro Woche je 3 Walnüsse knabbert, durchschnittlich etwa 7 Jahre länger lebt. Der medizinische Hintergrund ist, dass die Walnüsse eine sehr gesunde spezielle Fettsäuremischung haben.  

Eine104-jährige aus dem benachbarten Ammerland antwortete mir auf meine Frage, wie Sie es geschafft habe, so rüstig zu bleiben, dass sie seit 60 Jahren 12 Pfund Walnüsse pro Jahr essen würde.

Erwähnenswert sind noch die Walnussblätter. Diese können als Tee zubereitet werden und haben sich zum Aufbau der Dickdarmflora bewährt. Auch bei Fäulnisprozessen im Darm lässt sich dieser Tee sehr gut einsetzen.

Anwendung und Dosierung

Teezubereitung der Blätter: 2 Teelöffel Walnussblätter mit ¼ Liter kaltem Wasser langsam zum Sieden erhitzen und auf kleiner Flamme 3-5 Minuten köcheln lassen. Danach abseihen und 3 x täglich 1 Tasse einnehmen oder den abgekühlten Tee als Mundspülung verwenden. 

Teezubereitung aus den Zwischenwänden: Man benötigt die Zwischenwände von 5 Walnüssen, die man mit ¼ Liter kaltem Wasser langsam zum Sieden erhitzt, kurz aufkocht und dann noch 15 Minuten ziehen lässt. Danach abseihen und diesen Tee regelmäßig morgens möglichst noch auf nüchternen Magen einnehmen. 

Bekannte Inhaltsstoffe: (Nüsse)

Kalium, Lecithin als Vorstufe von Acetylcholin und Omega 3 Fettsäuren.

Bekannte Inhaltsstoffe: (Blätter)

Gerbstoffe, Ätherisches Öl Juglon (hemmt Pilzwachstum) und Flavonoide.


Grünkohl

bei schmerzhaften Entzündungen, eitrigen Geschwüren u. a.



Botanische Bezeichnung: Brassica oleracea

Ostfriesische Volksnamen: Groenkohl, Brunkohl

NL: Boerenkool, Maus (Groningen)



Bei Jan van Dieken heißt es, dass man bei Entzündungen der Augen wie z. B. einer Augenbindehautentzündung früher eine Auflage aus einem blanchierten Grünkohlblatt anbrachte. Diese Auflage scheint jedoch überhaupt sehr wirksam gegen Entzündungen jeglicher Art zu sein. So hilft z.B. bei schmerzhaft entzündeten Beinen, Füßen oder Knöcheln   ein Wickel aus Grünkohlblättern. Bei Verletzungen, die die sich entzündet haben, kann man aus einem Grünkohlblatt einen Verband machen und um das betreffende Körperteil befestigen.Auch Furunkeln im Nacken wurden früher mit überbrühten bzw. blanchierten Grünkohlblätter als Auflage behandelt. Dabei kommt es darauf an, die Blätter so heiß wie gerade noch erträglich aufzulegen. Eine Patientin, die an einer äußerst schmerzhaften Brustentzündung litt, versuchte diese Anwendung ebenfalls und berichtete mir später, dass die Auflage sehr gut geholfen habe und vor allem die Schmerzen und die große Hitze aus der Brust herausgezogen hätten. Die Auflage kann man auch bei eitrigen Stirnhöhlenentzündungen ebenfalls mit gutem Erfolg einsetzten. 

In den benachbarten Niederlanden wurde eine Auflage aus Grünkohlblättern bei Entzündungen und Vereiterungen sowie bei Prellungen, Quetschungen und Druckstellen eingesetzt, allerdings pflegte man die Blätter dort nicht zu blanchieren, sondern frisch aufzulegen, wobei man darauf achtete, die Mittelrispe nicht zu entfernen.

Bekannte Inhaltsstoffe: 100 g Grünkohl enthalten 230 mg Kalzium, 436 mg Kalium, 34 mg Magnesium, 140 mg Vitamin C, 2,7 mg Eisen, 833 µg Vitamin A sowie die Vitamine B1, B2, Niacin und Spuren von Kupfer.

Anwendung und Dosierung: Siehe betreffende Textstellen.

Handel: Im Lebensmittel- und Gemüsehandel. Bioware ist zu bevorzugen.